Satzung

Sat­zung des Ambalangoda  e. V.

 

§ 1 Na­me, Sitz und Ge­schäfts­jahr

 

1.                     Der Ver­ein führt den Na­men „Ambalangoda e. V.“ und soll in  das Ver­eins­re­gis­ter beim Amts­ge­richt Kleve ein­ge­tra­gen wer­den.

2.                     Der Ver­ein hat sei­nen Sitz in Rees.

3.                     Das Ge­schäfts­jahr des Ver­eins ist das Ka­len­der­jahr.

 

 

§ 2     Zweck des Ver­eins

 

1.    Der Ver­ein ver­folgt den Zweck, hilfsbedürftige Menschen in Ambalangoda (Sri Lanka) und Umgebung nachhaltig zu unterstützen. Im Mittelpunkt der Aufgaben steht die  Hilfe zur Selbsthilfe in Form von Bildungsangeboten und Existenzgründungen. Zusätzlich wird in Notfällen geholfen, indem zum Beispiel Nahrungsmittel, Medikamente, Schulmaterialien, Kleidung (insbesondere Schuhe für die Schule), Möbel oder Reparaturen an einem Haus finanziert werden.

 

2.      Der Ver­eins­zweck soll in Deutschland durch Informations- und Bildungsarbeit, Spendenwerbung sowie Ver­an­stal­tun­gen aller Art erreicht werden.  Alle Aktivitäten dienen dazu, Spendenmittel einzuwerben.

 

3.     In Ambalangoda/Sri Lanka erfüllt der Verein seine Aufgabe, indem er Schulprojekte durchführt, begabten armen Schülern ein Studium ermöglicht, Existenzgründern den Beginn ihrer Selbstständigkeit zur Verbesserung des Familieneinkommens durch Finanzierung von Materialien ermöglicht und bedürftigen Menschen in Notfällen durch Sach- oder Geldspenden unterstützt. Dabei bedient sich der Verein der Hilfe von ortsansässigen Personen, die den Verlauf der Projekte überwachen sowie die Verwendung der Mittel überprüfen und nachweisen.

 

4.       In den Projekten werden  Menschen ohne Ansehen von Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit oder Religion gefördert.

 

5.      Bei den Schulprojekten handelt es sich um Unterstützung von Schülern aus den ärmsten Familien, die sich die üblichen nachmittäglichen Privatstunden – die kostenpflichtigen private classes – nicht leisten können. Der Unterricht soll vor allem in den Fächern Englisch, Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik durchgeführt werden. Der Verein übernimmt die Finanzierung der notwendigen Schulmaterialien wie Hefte oder Stifte, der Ausstattung der Räume mit Tafeln, Stühlen und Tischen, die Anschaffung/Reparatur von Computern, die Strom- und W-Lan-Rechnungen,  die Bezahlung der Lehrer, des Managers sowie die Kosten für die Anmietung von Räumen.  Mit den Lehrern und Managern werden Verträge mit ortsüblichen Honoraren geschlossen.

 

6.       Zur Unterstützung der Studenten aus den ärmsten Familien ist es erforderlich, ihnen monatlich eine angemessene Summe für den Lebensunterhalt zur Verfügung zu stellen. Dazu gehört z.B. die Übernahme der Kosten für Kleidung, Schuhe, Einschreibegebühren, Studienmaterialien, Taschen, Essens- und Fahrtkosten.

 

7.      Damit Familien oder einzelne Personen wie z.B. Witwen ihre Einkommenssituation verbessern können, sollen Existenzgründungen finanziert werden. Dabei spielt das Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe eine Rolle. Zu Beginn werden dafür z.B. Baumaterialien, Ersteinrichtungen wie eine Nähmaschine und/oder Materialien wie zum Beispiel Stoffe und finanzielle Mittel für Werbematerialien zur Verfügung gestellt.

 

 

§ 3 Gemeinnützigkeit

 

1.        Durch Wahrnehmung der in § 2 genannten Aufgaben verfolgt der Verein Ambalangoda e.V. mit Sitz in Rees ausschließlich und unmittelbar mildtätige und

gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.  Der  Zweck des Vereins ist, wie in § 2 detailliert

beschrieben, hilfsbedürftige Menschen in Ambalangoda (Sri Lanka) und Umgebung nachhaltig auf den Gebieten der Erziehung & Bildung,

Existenzgründung und Nothilfe im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe nachhaltig zu unterstützen.

 

2.     Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

3.     Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden.

Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins.

4.      Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

 

§ 4 Mit­glied­schaft

 

1.         Je­de na­tür­li­che und ju­ris­ti­sche Per­son kann die Mit­glied­schaft er­wer­ben. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 10 Euro jährlich.

2.         Für den Er­werb der Mit­glied­schaft ist ein Auf­nah­me­an­trag zu stellen.

3.        Über den Auf­nah­meantrag ent­schei­det der Vor­stand nach frei­em Er­mes­sen.   Die Ab­leh­nung ei­nes Auf­nah­me­an­trages be­darf kei­ner Be­grün­dung ge­gen­-
über dem An­trag­stel­ler, je­doch ge­gen­über dem Ver­ein auf Nach­fra­ge.

4.        Alle Tätigkeiten der Vereinsmitglieder erfolgen ehrenamtlich.

5.        Die eingehenden Spenden für die bedürftigen Personen werden abzüglich der Verwaltungskosten wie zum Beispiel  Bankgebühren für Auslandsüberweisungen oder Porto

komplett weitergeleitet. Es entstehen keinerlei Personalkosten.

 

§ 5 Ver­ein­sor­ga­ne

Or­ga­ne des Ver­eins sind:

1. die Mit­glie­der­ver­samm­lung

2. der Vor­stand

 

§ 6 Mit­glie­der­ver­samm­lung

Min­des­tens ein­mal im Jahr fin­det ei­ne or­dent­li­che Mit­glie­der­ver­samm­lung statt. Die­se ist im ers­ten Halb­jahr des Jah­res ab­zu­hal­ten. Zur Mit­glie­der­ver­samm­lung wird vom Vor­stand schrift­lich per Mail un­ter Ein­hal­tung ei­ner Frist von min­des­tens zwei Wo­chen ein­ge­la­den. Mit die­ser Ein­la­dung ist die Ta­ges­ord­nung, die der Vors­tand fest­setzt, be­kannt­ zu ­ge­ben. Die Frist zur Ein­la­dung be­ginnt mit Ab­lauf des drit­ten Ta­ges nach Ab­sen­dung der Ein­la­dung.

Der Vor­stand ist ver­pflich­tet, auf An­trag von ei­nem Drit­tel der Mit­glie­der un­ver­züg­lich ei­ne Mit­glie­der­ver­samm­lung ein­zu­be­ru­fen. Die­se muss spä­tes­tens sechs Wo­chen nach An­trag­stel­lung statt­fin­den.

 

§ 7 Auf­ga­ben der Mit­glie­der­ver­samm­lung

Die Mit­glie­der­ver­samm­lung hat fol­gen­de Auf­ga­ben:

 

1. Wahl und Ab­wahl der Mit­glie­der des Vor­stan­des

2. Be­schlussfassung über Sat­zungs­än­de­run­gen

3. Ent­ge­gen­nah­me des Ge­schäfts­be­rich­tes und des Jah­res­ab­schlus­ses

4. Ent­las­tung des Vor­stan­des

5. Be­stel­lung eines Kas­sen­prü­fers

6. Ent­schei­dung über die Auf­lö­sung des Ver­eins

 

§ 8 Be­schluss­fas­sung der Mit­glie­der­ver­samm­lung

 

1.       Die Mit­glie­der­ver­samm­lung ist, ord­nungs­ge­mä­ße Ein­la­dung vor­aus­ge­setzt, oh­ne Rück­sicht auf die Zahl der er­schie­ne­nen Mit­glie­der be­schluss­fä­hig.

2.     Grund­sätz­lich wird in nicht­ ge­hei­mer Ab­stim­mung ab­ge­stimmt. In be­son­deren Fäl­len kann die Mit­glie­der­ver­samm­lung je­doch ei­ne an­de­re Abs­tim­mungs­art be­stim­men.

3.      Zur An­nah­me ei­nes An­trags ge­nügt die ein­fa­che Stim­men­mehr­heit. Bei  Stim­men­gleich­heit gilt ein An­trag als ab­ge­lehnt. Zur Än­de­rung die­ser Sat­zung ist ei­ne 2/3 Mehr­heit er­for­der­li­ch.

Zur Wahl ei­nes Ver­eins­mit­glieds in den Vor­stand oder ei­ne an­de­re Po­si­ti­on ist er­for­der­lich, dass die­ses mehr als die Hälf­te der ab­ge­ge­ben Stim­men er­hält; d. h. über je­den Kan­di­da­ten wird ein­zeln ab­ge­stimmt.

Schei­tert ei­ne Wahl im ers­ten Wahl­gang, so fin­det ei­n zwei­ter Wahl­gang statt. In die­sem zwei­ten Wahl­gang wird so­dann über die Kan­di­da­ten zu­gleich ab­ge­stimmt. Da­bei gilt als ge­wählt, wer die meis­ten Stim­men er­hält. Wird auch in die­sem zwei­ten Wahl­gang zu kei­nem Er­geb­nis ge­kom­men, weil Stim­mengleichheit vor­liegt, ent­schei­det der Vor­sit­zen­de per Los.

 

§ 9 Protokoll

Über je­de Mit­glie­der­ver­samm­lung ist ein Pro­to­koll auf­zu­neh­men, wel­ches vom Vor­sit­zen­den/von der Vorsitzenden und dem/der Pro­to­koll­füh­rer/in zu un­ter­zeich­nen ist. Im Fal­le der Ver­hin­de­rung des/der Vor­sit­zen­den und/oder des/der Pro­to­koll­füh­rers/in wer­den de­ren Ver­tre­ter von der Mit­glie­der­ver­samm­lung ge­wählt.

 

§ 10 An­trags­recht

Je­des Mit­glied kann An­trä­ge zur Be­hand­lung auf der Mit­glie­der­ver­samm­lung stel­len. Dies hat schrift­lich, spä­tes­tens ei­ne Wo­che vor der Mit­glie­der­ver­samm­lung, ge­ge­nüber dem Vor­stand zu er­fol­gen. Über drin­gen­de An­ge­le­gen­heiten, über de­ren Dring­lich­keit die Mit­glie­der­ver­samm­lung ent­schei­det, kann auch oh­ne Ein­hal­tung der Ein-Wo­chen-Frist be­an­tragt wer­den.

§ 11 Au­ßer­or­dent­li­che Mit­glie­der­ver­samm­lung

Au­ßer­or­dent­li­che Mit­glie­der­ver­samm­lungen kön­nen vom Vor­stand ein­be­ru­fen wer­den.

 

§ 12 Der Vor­stand

Der Vor­stand be­steht aus

1.  dem/der ers­ten Vor­sit­zen­den,

2. dem/der zwei­ten Vor­sit­zen­den als des­sen/deren Stell­ver­tre­ter, Schriftführer/in und Schatzmeister/in

Die Vor­stands­mit­glie­der wer­den je­weils für drei Jahre ge­wählt.

Bei vor­zei­ti­gem Aus­schei­den ei­nes Vor­standsmitglieds hat der ver­blei­bende Vor­stand das Recht, ein an­de­res Mit­glied in den Vor­stand zu be­ru­fen.

Das Amt ei­nes Vor­stands­mit­glie­des er­lischt bei Ab­lauf der Wahl­pe­rio­de, durch Tod, Aus­schluss aus dem Ver­ein, Amts­ent­he­bung oder Rück­tritt. Die Mit­glie­der­ver­samm­lung kann je­der­zeit den Vor­stand oder ein­zel­ne sei­ner Mit­glie­der ih­res Am­tes ent­he­ben. Ein Vor­stands­mit­glied kann je­der­zeit zu­rück­tre­ten. Die­ser Rück­tritt ist schrift­lich ge­gen­über den ver­blei­be­nden Vor­stands­mit­glie­dern, im Fal­le des Rück­tritts des ge­sam­ten Vor­stan­des, an die Mit­glie­der­ver­samm­lung zu rich­ten. Der Rück­tritt wird erst mit Auf­nah­me der Tä­tig­keit durch ei­nen Nach­fol­ger wirk­sam.

 

§ 13 Auf­ga­ben des Vor­stan­des

 

Der Vor­stand hat fol­gen­de Auf­ga­ben:

1. Vor­be­rei­tung, Ein­be­ru­fung und Lei­tung der Mit­glie­der­ver­samm­lun­gen,

2. Er­stel­lung des Ge­schäfts­be­rich­tes und des Jah­res­ab­schlus­ses,

3. ord­nungs­ge­mä­ße Ver­wal­tung und Ver­we­ndung des Ver­eins­ver­mö­gens,

5. Wahr­neh­mung der Öf­fent­lich­keits­ar­beit.

 

§ 14 Be­schluss­fas­sung des Vor­stan­des

Der Vor­stand ist be­schluss­fä­hig, wenn nach ord­nungs­ge­mä­ßer Ein­la­dung, die an kei­ne Form oder Frist ge­bun­den ist, min­des­tens 50 % der Vor­stands­mit­glie­der an­we­send sind. Der/die Vor­sit­zen­de oder sein/ihr Stell­ver­tre­ter müs­sen an­we­send sein.

Der Vor­stand ent­schei­det mit ein­fa­cher Stim­men­mehr­heit. Bei Stim­men­gleich­heit ent­schei­det der/die Vor­sit­zen­de oder des­sen/deren Stell­ver­tre­ter/in.

 

§ 15 Ge­setz­li­che Ver­tre­tung

Ge­setz­li­cher Ver­tre­ter im Sin­ne des § 26 BGB ist der/die Vor­sit­zen­de und des­sen/deren Stell­ver­tre­ter/in. Je­der ist al­lein ver­tre­tungs­be­rech­tigt.

 

§ 16 En­de der Mit­glied­schaft

Die Mit­glied­schaft en­det durch Tod, Auf­lö­sung des Mit­glied­sun­ter­neh­mens, Aus­schluss oder Aus­tritt.

Der Aus­tritt hat durch schrift­li­che Er­klä­rung ge­gen­über dem Vor­stand zu er­fol­gen. Der Aus­tritt kann nur zum En­de ei­nes Ka­len­der­jah­res, mit Er­klä­rung bis spä­tes­tens zum 1. Ok­to­ber des je­wei­li­gen Jah­res, er­klärt wer­den.

Der Aus­schluss ei­nes Mit­glieds kann durch Be­schluss des Vor­stan­des er­fol­gen, wenn die­ses schuld­haft die In­te­res­sen des Ver­eins ver­letzt. Der Aus­schluss be­darf ei­ner Be­grün­dung ge­gen­über dem aus­ge­schlos­se­nen Mit­glied.

§ 17 Auf­lö­sung des Ver­eins

Für die Auf­lö­sung des Ver­eins ist ei­ne ¾-Mehr­heit der Mit­glie­der­ver­samm­lung er­for­der­lich. In die­sem Fall sind der/die Vor­sit­zen­de und sein/ihr Stell­ver­tre­ter/in ge­mein­sam ver­tre­tungs­be­rech­tigte Li­qui­da­to­ren, die sich für die­se Auf­ga­be pro­fes­sio­neller Hil­fe Dri­tter be­die­nen dür­fen, so­fern die Mit­glie­der­ver­samm­lung nichts an­de­res be­schließt.

Dassel­be gilt, wenn der Ver­ein sich aus an­de­rem Grund auf­löst oder sei­ne Rechts­fä­hig­keit ver­liert.

Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an die Kindernothilfe e.V., Düsseldorfer Landstraße 180, 47249 Duisburg, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige oder mildtätige Zwecke zu verwenden hat.