Zurück aus Ambalangoda

Schulprojekt2012, neue Klasse 5

Gerade bin ich zurück von einem dreieinhalbwöchigen Aufenthalt in Ambalangoda. Neben einer Kur hatte ich dieses Mal Zeit, mich ausgiebig um unsere Projekte zu kümmern. Neue Schüler und Studenten sind dazugekommen, das Managerteam und die beiden Lehrerinnen arbeiten weiterhin erfolgreich und sind voller Elan. Es gab viele erfreuliche Leistungen bei den Studenten – aber leider musste ich vielen sehr armen Familien Unterstützung in finanzieller Form oder in Lebensmittelpaketen zukommen lassen. Und bei ihnen gibt es kaum Hoffnung auf Verbesserung der Lage, sodass wir zusätzlich monatlich 3.000 rps (etwa 20 Euro) monatlich ins Programm aufgenommen haben.

Ein kurzer Überblick (ausführliche Darstellungen folgen später):

a) Schulprojekt 1 

– 7 neue Schüler der Klasse 5 (entspricht unserer Klasse 4), eine Schülerin fehlt auf dem Foto, sie alle entstammen ärmsten Familien, bei denen der Vater Fischer oder Tuk-Tuk-Fahrer ist – sie erhalten Unterricht in Englisch und Mathematik (2 Kurse pro Woche), sie alle sollen kontinuierlich dem Unterricht auch in den nächsten Jahren beiwohnen und davon profitieren. Im letzten Jahr konnte durch einige Ausfälle einiges an Geld eingespart werden, daher habe ich dem Projekt bis September 2012 380,00 Euro zur Verfügung gestellt (inkl. Lebensmittelspenden für 2 andere sehr arme Familien). Mein Dank geht hier insbesondere an die Managerfamilie Wijay, die Lehrerinnen Harshani Lasanthi (Mathe) und Padmini De Zoysa (Englisch). Zudem finanzieren wir hier ab Mai 3 private classes für eine Schülerin der 9. Klasse aus einer äußerst armen Familie.

– Studenten- und Schülerprojekt 

Jetzt nehmen 7 sehr arme Studenten bzw. Schüler, die sich auf den A-Level (Abitur) vorbereiten, teil. Hier zahlte ich Nalini Fernando (Projektmanagerin) 640 Euro für die monatliche Unterstützung und zusätzliche Privatkurse (die zeitlich limitiert sind) aus. Nalini hatte nur bis März Geld erhalten und dieses vollständig ausgezahlt. Drei Studenten (Saumya, Thushari und Madura) haben hervorragende Leistungen nachgewiesen, über die ich mich sehr gefreut habe. Das ist die Basis, um nach dem Studium eine gute Stelle zu erhalten.

– Nothilfe

Leider steigt die Zahl der Hilfsbedürftigen stetig an. Sie haben keine Chance auf einen Job oder arbeiten hin und wieder mal zum Beispiel als Hausmädchen. Da die Buddhisten am 13./14. April das Neujahrsfest feiern (vergleichbar mit unserem Weihnachtsfest) gab ich einigen Familien Geld, um neue Kleidungsstücke und Lebensmittel zu kaufen. Ein Beispiel: Eine sechsköpfige Familie erhält vom Staat monatlich Lebensmittelmarken im Wert von 615 Rupien (3,70 Euro). Ein Lebensmittelpaket, das wir im staatlich subventionierten Supermarkt kauften, kostet aber schon 1.500 Rupien (etwa 10 Euro). Insgesamt gab ich für die Nothilfe 212,76 Euro aus.

Familie Herhoffer aus Manchester

An einem Abend konnte ich eine Unterstützerfamilie persönlich kennenlernen, denn sie war schon zwei Mal vor Ort und hat sich unsere Projekte angeschaut. Sie ist begeistert von der Arbeit und unterstützt uns mit einer Spende.

Tsunami-Warnung

Am meinem letzten Tag konnte ich dann die erste erste Tsunami-Warnung in Ambalangoda erleben. Wir schauten aufs Meer, informierten uns übers Fernsehen und das Internet, sahen aber Gott sei Dank nur ein paar größere Wellen, die keinen Schaden anrichteten.

Gespräch mit den Friends

In Ambalangoda gibt es ein Büro eines deutschen Vereins, der sich seit 7 Jahren um hilfsbedürftige Kinder kümmert. Die Spenden gehen jedoch stark zurück, sagte mir der örtliche Manager. Ich selbst habe mich einfach nur mal vorgestellt – vielleicht kann man ja eines Tages irgendetwas zusammen tun.

Ausblick: Bis jetzt ist die Finanzierung der Projekte bis September gesichert. Es gibt jedoch weitere Anfragen, daher bitte ich weiter um Spenden, denn es ist jederzeit möglich, die Zahl der Schüler, Studenten oder der Lebensmittelpakete zu erhöhen (uns liegen neben den von uns kontrolliertenzusätzlich Listen von staatlichen Hilfsempfängern und von Familien, die von 20 reicheren Familien einmal im Monat unterstützt werden, vor)

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